„Alle Akteure, die wichtigsten Köpfe und besten Ideen gehören an einen Tisch“, sagte CDU-Politikerin Johanna Wanka heute bei der Vorstellung der neuen Plattform. Diese soll künftig die verschiedenen Forschungsaktivitäten bündeln und besser koordinieren. Derzeit forschen bundesweit 180 Hochschulen und 120 Forschungszentren und -institute weitestgehend separat an Themen der Energiewende. Seit heute lassen sich diese verstreuten Einrichtungen gebündelt auf der Homepage des Bildungsministeriums abrufen. 

Aus drei Teilen setzt sich die Forschungsplattform zusammen: Auf der ersten Ebene, den „Energiesystemen der Zukunft“, werden Zukunftsszenarien ausgearbeitet und neue Themen identifiziert. Auf einer zweiten Ebene, dem „Forschungsforum Energiewende“, können sich alle Beteiligten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft untereinander austauschen. Dritter Teil der Plattform ist der Koordinierungskreis. Die Wissenschaft soll hier aus dem, was auf den anderen Ebenen erarbeitet wird, eigenverantwortlich Schlüsse für ihre weitere Forschung ziehen.

Lob für die neue Einrichtung kommt vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die bislang isolierte Betrachtung der einzelnen Handlungsfelder sei nicht zielführend gewesen, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller. Ein großes Problem sieht Müller in der Finanzierung der Forschung. Ursprünglich sollten dafür Gelder aus dem Energie- und Klimafonds kommen – diese entfallen aber aufgrund des Preisverfalls für Emissionszertifikate. Müller fordert deswegen für den Fonds zusätzliche Kapitalquellen, „etwa aus den Mehreinnahmen, die durch die auf die EEG-Umlage erhobene Mehrwertsteuer entstehen.“

 
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