Der Finanzausschuss des norwegischen Parlaments hat die neue Investmentstrategie Mitte der Woche beschlossen. Die Zustimmung des Parlaments ist für den 5. Juni vorgesehen.

Der 900 Milliarden Dollar schwere Fonds hat sich bereits verpflichtet, alle Beteiligungen an kohlelastigen Unternehmen aufzugeben.
Dazu zählen Firmen, die mehr als 30 Prozent ihres Gewinn mit Kohle erzielen oder ihren Energiebedarf überwiegend mit Kohlestrom decken.

Der norwegische Fonds zählt zu den zehn größten Investoren weltweit und hält 1,3 Prozent aller global gehandelten Wertpapiere.

Diese Woche hat bereits der französische Versicherungsriese Axa 500 Millionen Dollar aus der Kohleindustrie abgezogen.
Auch die Universität Edinburgh will in den kommenden sechs Monaten ihre Beteiligungen an den drei großen Produzenten von Öl, Gas und Kohle verkaufen (hier lesen).  

Mark Campanale, Gründer der Carbon Track Initiative und Studienautor zu finanziellen Risiken von fossilen Finanzprodukten, sagte dem Londoner Guardian: „Das ist ein Signal, dem viele andere Investoren folgen werden.“

In Deutschland ist die Debatte um den Kohleausstieg noch in vollem Gange. Die Entwicklung war seit langem absehbar. Im November 2014 lautete die Frage des Monats von BIZZ energy today: „Brauchen wir den Kohleausstieg?“. Hochkarätige Experten haben geantwortet. Alle Antworten lesen Sie hier.
 

(foto: deposit)