Im Jahr 2015 wurden auf See über 8 Terrawattstunden sauberer Strom produziert. Dies entspricht etwa 1,4 Prozent der Bruttostromversorgung in Deutschland. Die Beschlüsse von Paris verpflichten uns, diesen Weg auch in Zukunft ambitioniert fortzusetzen.

Jedes Jahr müssen zwei, besser drei Windparks errichtet werden, um die industrielle Basis zu sichern. Nur durch die Bereitstellung eines ausreichenden Volumens an Zubaumöglichkeiten sind zudem die erforderlichen Kostensenkungspotentiale auszuschöpfen, technologische Weiterentwicklungen zu ermöglichen und Wettbewerb zu sichern.

Auskömmliche Renditeerwartungen sind Voraussetzung für die Investitionsbereitschaft. Denn Offshore-Windparks sind allein aufgrund ihrer Lage weit vor der Küste deutlich kostenintensiver und risikobehafteter als ein Windpark an Land. Dafür liefern sie über 4.000 Volllaststunden/a und bieten mit mehr als 340 Tagen Stromproduktion im Jahr eine hohe Verfügbarkeit und Verlässlichkeit.

Eine Achillesverse der Entwicklung der Offshore-Windindustrie ist der seit Jahren  vernachlässigte Netzausbau. Die Bundesregierung muss daher Druck machen,  dass der zuständige Übertragungsnetzbetreiber für die Nordsee sofort mit den Arbeiten für die Fertigstellung von Netzanschlusssystemen in 2021 und 2022 beginnt.

 

Die Antwort von Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, lesen Sie hier. 

Die Antwort des Grünen-Politikers Anton Hofreiter lesen Sie hier.

Jörg Kuhbier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Offshore Windenerngie. (Foto: Stiftung Offshore Windenergie. )